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Jesus fällt zum ersten Mal

Christus liegt am Boden, schwer lastet das Kreuz auf ihm, das Gesicht von Leid und Schmerz gezeichnet. 
Für diese Szene gibt es im Neuen Testament (NT) keinen Hinweis. Es wurden hier die Worte der Kreuzweg-Andacht umgesetzt.
„Keine Gestalt hatte er und keine Schönheit, ein Mann der Schmerzen, mit Krankheit vertraut".

J. Henzinger: Christus liegt am Boden, schwer lastet das Kreuz auf ihm, das Gesicht von Leid und Schmerz gezeichnet.

3. Station, 1983, Holzstock, 750x640x50mm

Bernd hat heuer den Weihnachtsholzschnitt aus dem Jahr 1988 ausgewählt, Vater hat ihn mit "Wäme und Geborgenheit" gekennzeichnet. Es ist ein Farbholzschnitt mit 2 Druckstöcken, leider hat sich der Druckstock "schwarz" stark verzogen, d.h. die beiden Druckstöcke sind nicht mehr deckungsgleich, sodass die Füße des Jesukindes nur teilweise oder nicht erkennbar sind.

Bernd setzt damit eine Tradition fort, die dem Vater wichtig war, aus Anlass des Weihnachtsfestes einen Holzschnitt als Handdruck zu fertigen. Betrachtet man etliche dieser Jahresholzschnitte, sind sie thematisch recht unterschiedlich und beleuchten verschiedene Aspekte der Geburt Christi. Immer stellt er einen Aspekt in den Vordergrund, der mit etwas zu tun hatten, was er im jeweiligen Kalenderjahr erlebt hat oder was ihn besonders beschäftigt hat.

Westliches Griesener Kar

Nach einem steilen Aufschwung zwischen Predigtstuhl, Goinger Halt und Mitter Kaiser öffnet sich das Griesner-Kar zu einem in dieser Gegend nicht vermuteten, weiten Kessel. In diesem Kessel liegt auch die Fritz-Pflaum-Hütte. Das Griesner-Kar, ist ein im späten Frühjahr von Schifahrern zur letzten Schitour gern aufgesuchtes Gebiet.

Der breite, von der Sonne durchflutete Karkessel, die Zinnen und Zacken, die sich links und rechts vom Kleinen Törl aufschwingen, haben Henzinger zu diesem Holzschnitt inspiriert. Mit wenigen gekonnt gesetzten Schnitten hat Henzinger für immer das weite Kar, den lichtdurchfluteten Kessel, die steil aufragenden Zacken und Türme und dasKleine Törl festgehalten.

LINK zu alles Kaiserkaren

Bernd hat heuer den Weihnachtsholzschnitt aus dem Jahr 1997 nachgedruckt. So setzt er eine Tradition fort, die dem Vater wichtig war, aus Anlass des Weihnachtsfestes einen Holzschnitt als Handdruck zu fertigen. Betrachtet man etliche dieser Jahresholzschnitte, sind sie thematisch recht unterschiedlich und beleuchten verschiedene Aspekte der Geburt Christi. Immer stellt er Aspekte in den Vordergrund, die mit etwas mit dem zu tun hatten, was er im jeweiligen Kalenderjahr erlebt hat.

Dieser Originaldruck des Holzschnitts ist der Maria mit ihrem Kind gewidmet.

Bernd entdeckt immer wieder Arbeiten des Vaters, heuer hat er diesen Weihnachtsholzschnitt nachgedruckt. So setzt er eine Tradition fort, die dem Vater wichtig war, aus Anlass des Weihnachtsfestes einen Holzschnitt als Handdruck zu fertigen. Betrachtet man etliche dieser Jahresholzschnitte, sind sie thematisch recht unterschiedlich und beleuchten verschiedene Aspekte der Geburt Christi. Immer stellt er Aspekte in den Vordergrund, die mit etwas mit dem zu tun hatten, was er im jeweiligen Kalenderjahr erlebt hat.

Am 17.8.2021 wäre Johann Henzinger 100 Jahre alt geworden. Drei Jahre nach seinem Tod haben wir begonnen, eine repräsentative Darstellung des künstlerischen Werkes in einer web.galerie aufzubauen. Erste Sammlungen sind schon einsehbar, wenn auch nicht annähernd vollständig. Auch an den Texten wird noch gearbeitet, wir bitten um Verständnis. Sie sind trotzdem gerne eingeladen, seine Arbeiten in "Augenschein" zu nehmen und sich davon berühren zu lassen.

Dieses Bild stammt aus der frühen Schaffenspersiode und trägt die Bezeichnung "erschöpft"

Paul und Hans Henzinger

Bernd entdeckt immer wieder unveröffentliche Arbeiten des Vaters, heuer hat er diesen Weihnachtsholzschnitt nachgedruckt. So setzt er eine Tradition fort, die dem Vater wichtig war, aus Anlass des Weihnachtsfestes einen Holzschnitt als Handdruck zu fertigen. Betrachtet man etliche dieser Jahresholzschnitte, sind sie thematisch recht unterschiedlich und beleuchten verschiedene Facetten der Geburt Christi. Immer stellt er Aspekte in den Vordergrund, die mit etwas zu tunhaben, was er im jeweiligen Kalenderjahr erlebt hat.

Um zu einem seelisch gesunden Menschen zu werden, bedarf es der intensiven Zugewandtheit, hier dargestellt durch das, was in Zeiten wie diesen "Face to face" genannt wird (im Gegensatz von "Video-Telefonie").

Oben der Farbholzschnitte des westlichen Griesener Kars, eines aus dem Zyklus der großen Kaiserkare von Johann Henzinger.

Unten eine Photografie von Paul Henzinger, der in Kössen aus dem Fenster Richtung Kaiser blickte und plötzlich sein Kaiserkar von Großvater in Natura erblickte. Ausgesucht hatte er sich lange vor seiner Übersiedlung nach Kössen.

Der Ort der Aufnahme unterscheidet sich zwar erheblich, trotzdem ist das Typische dieses Kaiserkars sofort erkennbar.

Dieser Holzschnitt von Johann Henzinger stammt aus den 1970-er Jahren und findet sich im zweiten Büchlein seiner Schwester Luise mit dem Titel "Im Oberlond douba", das sie ihrer Schwester Berta gewidmet hat und das 1981 erschienen ist. Er hat darin etliche Gedichte mit Holzschnitten illustriert.
In einigen Gedichten beschäftigt sie sich auch mit ihrer näheren Heimat z.B. "D'r Thiolkopf".

Im letzten Abschnitt geht es um die "Herbergsuacha-Weihnachtszeit". Und hier findet sich als Illustration dieser Holzschnitt. Hier ihr Gedicht  "Advent":

Advent ischt a schtilla Zeit,
's Chrischtkindli ischt numma weit,
hear schua Kinderlocha.
Kranzla sei' in jed'm Haus.
Nikolaus toalt Nussa aus,
ma' tuat Zalta bocha.